Die Kölner Ringe sind der wichtigste Bestandteil der Kölner Stadterweiterung am Ende des 19. Jhdts. Die Militärbehörden gaben ab 1875 die mittelalterliche Stadtmauer als Teil der Stadtbefestigung auf, als die Weiterentwicklung der Militärtechnik einen weiter vor der Stadt liegenden Befestigungsring erforderte. Die Stadt kaufte vom Staat Preussen die mittelalterlichen Befestigungen, die davorliegenden Freiflächen (Rayons) und die neueren preussischen Befestigungen aus dem frühen 19. Jhdt. Das freiwerdende Gelände rund um die Stadt sollte für eine planmäßige Stadtwerweiterung (Neustadt) genutzt werden. Um den enormen Kaufpreis für das Gelände zu refinanzieren sollten die Flächen parzelliert und an Privat verkauft werden. Dabei ging die Stadt von der Nutzung möglichst  der Gesamtfläche aus und wollte daher die mittelalterliche Stadtmauer vollständig entfernen. Nur durch das Eingriefen der preussischen Regierung, wurden einige Teile erhalten. Die Planung der Neustadt sah vor, dass auf dem ehemaligen Vorfeld der Stadtmauer ein breiter Ring von repräsentativen Boulevards angelegt werden sollte. Vorbild waren die Ringstraßen in Wien. Der Stadtplaner Hermann-Josef Stübben (1845-1936) sah eine Abfolge von breiten Alleen und Plätzen vor, die vom Rheinufer im Süden (Ubierring) bis zum Rheinufer im Norden (Deutscher Ring, heute Theodor-Heuss-Ring) reichen sollte. Der Boulevardcharakter der Ringe ist heute durch den Straßenverkehr nahezu völlig verlorengegangen, die Platze sind als solche kaum noch erkennbar zu hässlichen Verkehrsknotenpunkten verkommen.

Waren die Ringe bei den ursprünglichen Plänen noch als Wohnquartiere erster Qualität bebaut mit Villen und repräsentativen Wohnbauten vorgesehen, so entwickelte  sich die Bebauung schon ab Anfang des 20. Jhdts. zu einer Abfolge von Büro- und Verwaltungsbauten. Der Wiederaufbau nach dem Krieg erfolgte in einer angemessenen sich an der ursprünglichen Traufhöhe orientierenden Architektur. Seit dem Beginn des 21. Jhdts. wird dieses Maß aufgehoben zugunsten einer immer höher strebenden ausschließlich an Gewinnmaximierung orientierten, klotzigen, phantasielosen Hochhausbebauung.

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Die Kölner Ringe sind der wichtigste Bestandteil der Kölner Stadterweiterung am Ende des 19. Jhdts. Die Militärbehörden gaben ab 1875 die mittelalterliche Stadtmauer als Teil der Stadtbefestigung auf, als die Weiterentwicklung der Militärtechnik einen weiter vor der Stadt liegenden Befestigungsring erforderte. Die Stadt kaufte vom Staat Preussen die mittelalterlichen Befestigungen, die davorliegenden Freiflächen (Rayons) und die neueren preussischen Befestigungen aus dem frühen 19. Jhdt. Das freiwerdende Gelände rund um die Stadt sollte für eine planmäßige Stadtwerweiterung (Neustadt) genutzt werden. Um den enormen Kaufpreis für das Gelände zu refinanzieren sollten die Flächen parzelliert und an Privat verkauft werden. Dabei ging die Stadt von der Nutzung möglichst  der Gesamtfläche aus und wollte daher die mittelalterliche Stadtmauer vollständig entfernen. Nur durch das Eingriefen der preussischen Regierung, wurden einige Teile erhalten. Die Planung der Neustadt sah vor, dass auf dem ehemaligen Vorfeld der Stadtmauer ein breiter Ring von repräsentativen Boulevards angelegt werden sollte. Vorbild waren die Ringstraßen in Wien. Der Stadtplaner Hermann-Josef Stübben (1845-1936) sah eine Abfolge von breiten Alleen und Plätzen vor, die vom Rheinufer im Süden (Ubierring) bis zum Rheinufer im Norden (Deutscher Ring, heute Theodor-Heuss-Ring) reichen sollte. Der Boulevardcharakter der Ringe ist heute durch den Straßenverkehr nahezu völlig verlorengegangen, die Platze sind als solche kaum noch erkennbar zu hässlichen Verkehrsknotenpunkten verkommen.

Waren die Ringe bei den ursprünglichen Plänen noch als Wohnquartiere erster Qualität bebaut mit Villen und repräsentativen Wohnbauten vorgesehen, so entwickelte  sich die Bebauung schon ab Anfang des 20. Jhdts. zu einer Abfolge von Büro- und Verwaltungsbauten. Der Wiederaufbau nach dem Krieg erfolgte in einer angemessenen sich an der ursprünglichen Traufhöhe orientierenden Architektur. Seit dem Beginn des 21. Jhdts. wird dieses Maß aufgehoben zugunsten einer immer höher strebenden ausschließlich an Gewinnmaximierung orientierten, klotzigen, phantasielosen Hochhausbebauung.

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