Ausstellungs-Tipp in Köln: AMAZONIA - Fotografien von SEBASTIÃO SALGADO im Rautenstrauch-Joest-Museum
Die Deutschlandpremiere von „AMAZONIA - Photographs by Sebastião Salgado“ in Deutschland findet in Köln im Rautenstrauch-Joest-Museum statt. Bis zum 15. März 2026 zeigt das Rautenstrauch-Joest-Museum die Deutschlandpremiere der Ausstellung AMAZÔNIA von Sebastião Salgado, einem der weltweit renommiertesten Fotografen. AMAZÔNIA richtet den Blick auf den Regenwald und die indigenen Gesellschaften, die ihn prägen und bewahren.
Die sw-Fotografien werden in überwiegend großen Formaten in einer abgedunkelten Atmosphäre gezeigt und haben weltweit schon Millionen von Menschen begeistert.
Ein Fotograf, ein Lebenswerk
Sebastião Salgado gilt als einer der bedeutendsten Dokumentarfotografen unserer Zeit. Für sein AMAZÔNIA-Projekt reiste der Brasilianer über Jahre in den Regenwald – und kehrte mit über 200 großformatigen Schwarzweißaufnahmen zurück, die schlicht atemberaubend sind. Rund 200 meisterhafte Fotografien zeichnen ein eindringliches Bild von Landschaften und Lebensweisen und machen zugleich die Komplexität des Zusammenspiels von Natur und Gesellschaft sichtbar.
Mehr als nur Fotografie
Was diese Ausstellung von einer gewöhnlichen Fotoausstellung unterscheidet, ist ihr immersives Erlebnis. Die Kuratorin Lélia Wanick Salgado – Ehefrau und langjährige Weggefährtin des Fotografen – hat die Schau so gestaltet, dass Besucher das Gefühl haben sollen, mitten im Wald zu stehen. Eine eigens komponierte Klangwelt von Jean-Michel Jarre verstärkt diesen Effekt.
Dazu kommen Videoporträts von Juliano Ribeiro Salgado, die Stimmen führender indigener Vertreterinnen und Vertreter einbringen – darunter Schamanen, Aktivistinnen und Anführer aus dem Amazonasgebiet, die in eigenen Worten über ihre Lebensrealität sprechen.
Ein politisches Statement
Die Ausstellung ist kein romantischer Blick auf eine ferne Wildnis. Salgado will mit dem Projekt die Fragilität dieses einzigartigen Ökosystems ins Licht rücken und auf seine Bedrohung durch Abholzung, Ausbeutung und Klimawandel aufmerksam machen. Begleitend dazu läuft das Programm „Die Zukunft ist indigen", das indigene Künstlerinnen, Aktivistinnen und Denkerinnen aus den neun Ländern des Amazonasgebiets zu Wort kommen lässt – in Lesungen, Debatten, Workshops und Filmen rund um Klimagerechtigkeit und die Rechte der Natur.