Heumarkt als Verkehrsinsel 1959

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Bild-Nr.: WDA5103-009

Foto aus dem Walter-Dick-Archiv, Köln.

Jahr: 1959
Ort: Heumarkt, Köln
Bildnr.: WDA5103-009/010

Der Heumarkt, bis zum Beginn des 20. Jhdts. ein allseits umschlossener langestreckter Platz, der übrigens als einer der schönsten Plätze Europas galt, wurde durch die Verkehrseinrichtungen und die Verkehrsführung nachhaltig zerstört. Zuerst war es der Bau der Markthalle (1904), der die alte Randbebauung zerstörte, dann der Bau der Brückenrampe zur Deutzer Brücke(1915), der ein weiteres Mal die Geschlossenheit zwischen der Markthalle und der Markmannsgasse aufriss. Dann wurde der große Platz rund um das Denkmal für Friedrich Wilhelm III. zum Wendepunkt für die Vorortbahnen aus dem Rechtsrheinischen. Der große Durchbruch des Straßenzuges vom Neumarkt zum Heumarkt (1938) riss weitere Lücken in die Randbebauung auf der Westseite. Das Foto zeigt eine weitere "Degradierung" des Platzes in der Nachkriegszeit. Durch das Herumführen des Autoverkehrs um die gesamte Platzfläche wird aus dem Platz eine Verkehrsinsel, die keine große Aufenthaltsqualität aufweist. Der rechts von der Brücke heinkommende Verkehr umrundet den Platz in Richtung Norden, um nach einer 180° Wende schließlich nach Westen in die Augustinerstraße/Cäcilienstraße Richtung Neumarkt geführt zu werden. Umgekehrt wird der vom Neumarkt kommende Verkehr nach Süden -bis zur Malzmühle- geführt, um dann nach einer 180° Wende hier im Vordergrund  zur Brückenauffahrt zu gelangen. Und die Gleise der Straßenbahn zerschneiden den Platz in der Mitte.

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