Peter Müller-Sein "berühmtester" Kampf 1952
Jahr: 7. Juni 1952
Ort: Lentstraße, Köln
Bildnr. WDA684-1-011
Peter Müller, der seit dem Ende des Krieges in lokalen und nationalen Boxringen einige Erfolge feierte, wurde buchstäblich mit einem Schlag mit einem Schlag fast weltberühmt. In der achten Runde seines Kampfes gegen Hans Stretz schlug "dä Pitter" den Ringrichter Pippow zu Boden. Er hatte sich stark benachteiligt gefühlt, war vom Referee angeblich sogar als "Zigeuner" beleidigt worden. Nach dem Knockout des Schiedsrichters nahm er sich seinen Gegner Stretz mal richtig vor und verdrosch dazu auch noch die eigenen Sekundanten, die ihn stoppen wollten. Seiner Karriere danach tat das keinen Abbruch. Obwohl ihm die großen Erfolge versagt blieben- gegen Gustav "Bubi" Scholz und den Ungarn Lazlo Papp zum Beispiel ging er bei Versuchen,die Europameisterschaft zu erringen, schwer k.o- er war der absolute Kölner Lokalmatador. Wenn er in der Sporthalle boxte, tobte die Halle und trieb ihn mit "Pitter, Pitter" Rufen an. Bis 1966 kämpfte der kleine, mutige Mann, der von Allen nur liebevoll "Müllers Aap" genannt wurde.
Nach dem Niederschlag des Ringrichters drosch "dä Pitter" nicht nur auf seinen Gegner, Hans Stretz, ein, sondern nahm sich auch gleich noch dessen Sekundanten vor. Auch seine eigenen Leute, die ihn stoppen wollten bekamen ein paar Treffer ab. Als er genug hatte, hob er seine Arme wie ein Sieger und verließ den Ring.
Eigentlich war Peter Müller ein freundlicher, humorvoller Mann, aber, wenn er herausgefordert wurde, brach wütender Zorn bei ihm durch. All das tat seiner Beliebtheit keinen Abbruch, er trat unter dem Jubel der Massen bei einem Konzert der Bläck Föös auf und als er 1992 auf dem Kölner Südfriedhof beerdigt wurde begleiteten über 4000 Menschen seinen Sarg.
Genre: | Boxen, Sport, Sportstätten |
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Namen: | Peter Müller |
Personen: | Peter Müller, Sportler |
Stadt: | Köln |