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Kölner Fremdenverkehr kurz vor dem Krieg - Stadtplan 1939

Hansestadt Köln - Stadtplan und Touristeninfos von 1939

Während die Kriegsvorbereitungen in Deutschland in vollem Gange sind, veröffentlicht "Das Werbeamt der Hansestadt Köln" eine Broschüre und preist einen Besuch in der Domstadt in den höchsten Tönen. 6 Jahre später erkannt man die Stadt nicht wieder ...

Hier können Sie den Stadtplan mit Legende in einer größeren Ansicht sehen.


 

Hier haben wir für Sie den Text des Plans lesbar gemacht. Achtung: der Text ist aus dem Jahr 1939 und gibt nicht die Meinung des Werkladens wieder!

Köln, Tradition Kultur Lebensfreude

Kölns Eigenart liegt in der innigen Verbundenheit großer Geschiclde und Kultur mit modernem, wagend-frischem Hansegeist. Bauten der Römer, Kirchen und Profanbauten des Mittelalters, Museen mit Schätzen der Jahrhunderte, Bauten des Barocks und der Renaissance stehen inmitten des unablässig strömenden Großstadtlebens als wohlbewahrte Zeugen eine r zweitausendjährigen Vergangenheit.

Der Gast, der Köln besucht, hat mannigfache Möglichkeiten, in den ehrwürdigen Kulturdenkmälern der Hansestadt wie in einem offen liegenden Buch zu forschen. Inmitten der Altstadt liegen die vielen heimlichen Gassen und Winkel des Viertels um Groß St. Martin, das in einem großzügigen Gesundungswerk in seine einstige Traulichkeit zurückversetzt worden ist. Auf dem Alter Markt rahmen malerische Häuser das auf romanischen Grundmauern ruhende Rathaus, an dem die Jahrhunderte schufen. Der Rathausturm gehört zu den erhabensten Wahrzeichen der Stadt. Nicht weit entfernt davon erhebt sich der Gürzenich, Kölns "Gute Stube". Im 15. Jahrhundert als Kaufhaus entstanden, dient er jetzt stadtkölnischer Hepräsentation, ist er Stätte hervorragender Konzerte und rausdiender Feste. Kostbare Wandgemälde und Holztäfelungen zieren seine Säle.

Zahllos sind die romanischen und gotischen Kirchen, die Kölns Ruhm ausmachen. St. Gereon, St. Aposteln, St. Maria im Kapitol, St. Ursula, St. Georg, St. Pantaleon, St. Kunibert, St. Severin und viele andere sind hehre Beispiele des hohen Könnens Kölner Baumeister und Bildhauer. Ihre Schatzkammern und die unvergleichlich reichen städtischen Museen bewahren die Kleinode mittelalterlicher Kunst, seien es Werke der Goldschmiederei, der Glasmalerei oder die emailhaft leuchtenden Tafeln der Kölner Malerschule.

Neben diesen eindrucksvollen Zeugen vermitteln die neuzeitlichen städtebaulichen Anlagen ein Bild vom glückhaften Vorwärtsschreiten Kölns in den Aufgaben der Gegenwart. Um die Stadt ist kreisförmig ein Ring von Wiesen, Hainen und jungen Forsten gezogen. Weitläufige Messe- und Ausstehungshahen liegen gegenüber dem Dom am Ufer des Stromes, ihnen benachbart das Riesengelände der "Internationalen Verkehrs-Ausstehung Köln 1940".

Gewaltige Neubauten: die Universität, das Stadion, der Flughafen, ausgedehnte, selbst Seeschiffen zugängliche Hafenanlagen, die in elegantem Bogen den Rhein überspannenden Brücken, mutige, dem modernen Verkehr dienende Straßendurchbrüche zeigen die Stadt erfüht von jungem, hanseatischen Lebensrhythmus.

Die hohen Türme des Domes, der größten gotischen Kathedrale der Welt, sind der Mittelpunkt des weiten rheinischen Landes: das Siebengebirge, der Westerwald, die Eifel, das Bergische Land, die einzigartige Landschaft des romantischen Rheintales bild en einen natürlichen Kranz, der sich wie ein weiter grüner Mantel um die Stadt legt und zu erholsamen und erlebnisreichen Fahrten ladet.

Ueber eins aber freut sich der Gast der Domstadt besonders: die lebensbejahende Eigenart des Kölners schafft zwischen ihm und dem Gastgeber sofort den richtigen Einklang. Das heitere Wesen des Rheinländers, sein köstlicher Humor und seine Gastfreundlichkeit geben jedem sofort das Gefühl, in Köln wie zu Hause zu sein. Köln, das schon daß Mittelalter eine "Krone unter ahen deutschen Städten" nannte, erfüht ahe die heimlichen Wünsche, die der reisende, erholungsuchende Gast in seinem Herzen hegt.

Sehenswürdigkeiten

Kirchen

() = Straßenbahn und Omnibus ab Hauptbahnhof

DER DOM, größte gotische Kirche nördlich der Alpen. Türme 156 m hoch. Grundsteinlegung 1248. Vohendung des Baues 1880. Dombild von Stephan Lochner. Hervorragende mittelalterliche Grabmäler, Skulpturen und Glasfenster. Führung täglich außerhalb des Gottesdienstes. Schatzkammer mit Dreikönigenschrein und Chor RM 1,-. Turmbesteigung sehr empfehlenswert, RM 1,-.

ST. GEREON, spätrömischer Unterbau, Bau des 11., 12. Und 13. Jahrhunderts. Krypta mit Mosaiken des 11. Jahrhunderts. Kirchenschatz und spätromanische Wandmalereien (Taufkapehe). Küster: Gereonskloster 2 (6, 18, 20, 21).

ST. APOSTELN, 11.- 13. Jahrhundert. Klassisches Beispiel spätromanischer Baukunst. Küster: Neumarkt 20 (2, 9, 14, 15, 19, 22, 24).
ST. MARIA IM KAPITOL: 10., 11. und 12. Jahrhundert. Choranlage von außergewöhnlichen Ausmaßen. Romanische und gotische Plastiken. Spätgotische Fenster. Hardenrathkapehe mit Wandmalereien. Krypta. Küster: Liechof 3-5 (7, 11, 18, 20, 21).

ST. URSULA, romanisch mit gotischem Chor. "Goldene Kammer" mit Reliquien der hl. Ursula. Küster: Ursulagartenstraße 1 (7, 11, 18, 20, 2t).
ST. SEVERlN, romanischer und gotischer Bau. Karolingische Krypta. Wertvohe Malereien und Skulpturen. Spätrömische, fränkische Grabanlagen. Küster: Severinstraße 39 (7, 11).

ST. ANDREAS, 13. und 15. Jahrhundert. Reliquien des Albertus Magnus. Gotische Wandmalereien. Küster: Andreaskloster (zwei Minuten vom Hauptbahnhof).

ST. PANTALEON, 10. und 13. Jahrhundert. Gräber: Erzbischof Bruno und Kaiserin Theophano (Gemahlin Otto II.). Wertvoller Reliquienschrein. Küster: neben dem Westausgang (9, 14-, 18, 20, 21).
ST. GEORG, Säulenbasilika, über einer älteren Anlage 1067 errichtet. Hervorragende romanische Raumschöpfung. Krypta, Küster: Georgstraße 4 (7, 1J , 18, 20, 21) .

MlNORlTENKlRCHE, klassisch-gotischer Bau, 13. Jahrhundert, (drei Minuten vom Hauptbahnhof).

ST. MARlA HIMMELFAHRT, Jesuitenkirche, 1618 bis 1627 erbaut. Einheitlich mit der reichen Ausstattung erhalten. Küster: Marzellenstraße 28 (drei Min. vom Hauptbahnhof).

Profanbauten

RATHAUS, auf römisch-fränkischen Grundmauern erbaut. Turm 15. J ahrhundert. HansasaaI (wertvolle Skulpturen), Prophetensaal, Muschelsaal (herrliche Wandteppiche), Senatssaal (reiche Vertäfelung um 1600). Portalvorbau, schönste deutsche Renaissance. Glockenspiel. Besichtigung RM 0.20, (fünf Min. vom Hauptbahnhof).

GÜRZENICH, gotisches Tanz- und Festhaus (1441). Großer Festsaal mit Wandmalereien (Festzug zur Domvollendung). Besichtigung RM 0.20 (7, 11, 14, 18, 20, 21).
STAPELHAUS, 1558. Altkölnisches Fischkaufhaus. Früh-Renaissance. Erdgeschoß : Restaurant und Teestube. Obergeschoß: Empfangs- und Gesellschaftsräume, (drei Minuten vom Hauptbahnhof).

RÖMERTURM, Zeughausstraße, nordwestlicher Eckturm der Römermauer. Weitere römische Mauerreste, Burgmauer, Clemensstraße, Griechenpforte, (fünf bis zehn Minuten vom Hauptbahnhof).

MARTINSTADT: Im Zuge der Altstadtsanierung im Viertel von Groß St. Martin herrliche Beispiele alter Wohn- und Geschäftshäuser. Weitere Zeugen mittelalterlicher Bau- und Wohnkultur: Alter Markt, Mühlengasse (Haus zum Rosendahl), Heumarkt, Rheingasse, Filzengraben u.a. (fünf bis zehn Minuten vom Hauptbahnhof).

Reste der mittelalterlichen Stadtbefestigung·: Severinstor, Hahnentor, Eigelsteintor, Mauerreste am Hansaring und Sachsenring (2, 7, 11, 18, 19, 22, 25).

UNIVERSITÄT, Langemarckplatz, modernstes Hochschulhaus Deutschlands (15, 19).