Seltene Fotoarbeiten von Johannes Brus

Johannes-BrusDer 1942 in Gelsenkirchen geborene Johannes Brus ist Bildhauer und Fotokünstler. Er pendelt zwischen Fotografie und Skulptur und experimentiert mit unterschiedlichen Techniken. Ursprünglich hatte er an der Kunstakademie in Düsseldorf Bildhauerei bei Karl Bobek studiert, der noch gegenständlich arbeitete. In der Nachbarklasse hingegen hinterfragte Joseph Beuys alles und ließ nichts mehr gelten. So flüchtete Brus in die Fotografie und entwickelte einen neuen Zugang zur Kunst. Kunst konnte jetzt auch ironisch und witzig sein. Viele seiner Werke kennzeichnet ein eigenwilliger Humor und eine anarchische Lust an der Kunst. Das zeigt sich auch in der Entstehung seiner Fotografien.

„Fotos scharf oder unscharf abziehen; Flecken entstehen lassen durch unsauberes Arbeiten; Staub drauf fallen lassen und fixieren; mit dem Schwamm entwickeln; nochmals Zwischenbäder benutzen; lieber schlechten Entwickler benutzen als guten; solarisieren, manipulieren, interpretieren, zweimal belichten und Fotopapier dazwischen verrutschen lassen; Fotos auseinanderschneiden, Schnipsel verlieren und wieder zusammenkleben; Federn und Lackfarbe drauf; beim Sandwichverfahren nicht vergessen, etwas Wurst oder Käse zwischen die Negative zu schieben.“ So entstehen Schritt für Schritt verschiedenen Ebenen und Bildschichten, die seine Fotos wie jahrhundertealte Gemälde erscheinen lassen, die mal dringend einem Restaurator vorgestellt werden sollten. Wenn man genau hinschaut, formen sich die Farben und Strukturen zu geheimnisvollen, mystischen Wesen, die eine eigene Geschichte erzählen.

Von 1986 bis 2007 war er Professor an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig; zu seinem Studenten gehörten u.a. Katharina Grosse, Karin Kneffel, Matthias Brock, Tim Berresheim und Fabian Bohnmann. Brus thematisiert Aspekte des kulturellen Gedächtnisses und der Funktionen von Bildern.

Der 1942 in Gelsenkirchen geborene Johannes Brus ist Bildhauer und Fotokünstler. Er pendelt zwischen Fotografie und Skulptur und experimentiert mit unterschiedlichen Techniken. Ursprünglich... mehr erfahren »
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Seltene Fotoarbeiten von Johannes Brus

Johannes-BrusDer 1942 in Gelsenkirchen geborene Johannes Brus ist Bildhauer und Fotokünstler. Er pendelt zwischen Fotografie und Skulptur und experimentiert mit unterschiedlichen Techniken. Ursprünglich hatte er an der Kunstakademie in Düsseldorf Bildhauerei bei Karl Bobek studiert, der noch gegenständlich arbeitete. In der Nachbarklasse hingegen hinterfragte Joseph Beuys alles und ließ nichts mehr gelten. So flüchtete Brus in die Fotografie und entwickelte einen neuen Zugang zur Kunst. Kunst konnte jetzt auch ironisch und witzig sein. Viele seiner Werke kennzeichnet ein eigenwilliger Humor und eine anarchische Lust an der Kunst. Das zeigt sich auch in der Entstehung seiner Fotografien.

„Fotos scharf oder unscharf abziehen; Flecken entstehen lassen durch unsauberes Arbeiten; Staub drauf fallen lassen und fixieren; mit dem Schwamm entwickeln; nochmals Zwischenbäder benutzen; lieber schlechten Entwickler benutzen als guten; solarisieren, manipulieren, interpretieren, zweimal belichten und Fotopapier dazwischen verrutschen lassen; Fotos auseinanderschneiden, Schnipsel verlieren und wieder zusammenkleben; Federn und Lackfarbe drauf; beim Sandwichverfahren nicht vergessen, etwas Wurst oder Käse zwischen die Negative zu schieben.“ So entstehen Schritt für Schritt verschiedenen Ebenen und Bildschichten, die seine Fotos wie jahrhundertealte Gemälde erscheinen lassen, die mal dringend einem Restaurator vorgestellt werden sollten. Wenn man genau hinschaut, formen sich die Farben und Strukturen zu geheimnisvollen, mystischen Wesen, die eine eigene Geschichte erzählen.

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