Inzwischen hat auch die Beziehung zwischen dem Haus der Geschichte in Bonn und Werkladenrahmen in Köln eine verhältnismässig lange Geschichte. Leider ist ja aus dem angekündigten Handschlag zwischen Einrahmer und Bundeskanzler, von dem der Kölner Express 1994 berichtete, denn doch nichts geworden, aber immerhin durften Beteiligte von Werkladenrahmen auch diesmal bei der Neueröffnung der überarbeiteten Dauerausstellung persönlich der Rede von Bundespräsident Wulff lauschen. Besonders unsere Heidi Rollert und ihr Einrahmer-Team haben seit Beginn des Jahres 2011 so manchen Alurahmen (für die Geschichte der Bundesrepublik) und Holzrahmen (für die Geschichte der DDR) gebaut, etliche Passepartouts geschnitten und zahlreiche Einrahmungen fachgerecht fertiggestellt.
Natürlich bekommt der Bilderrahmenbauer dabei kaum etwas vom grossen Zusammenhang der Geschichtsdarstellung mit, dafür durften die Einrahmer vom Werkladen dann aber direkt nach dem Bundespräsidenten die neu gerahmten Bildobjekte auf den Ausstellungsebenen aufspüren. Natürlich geht der erhellende Artikel zum Haus der Geschichte im Kölner Stadt Anzeiger vom 26.Mai 2011 nicht besonders auf Bilderrahmen, Passepartouts und Qualität der Einrahmung ein, bietet aber eine kenntnisreiche Bewertung der überarbeiteten Ausstellung. So erfahren wir, dass 2.500 von 4.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche verändert wurden, dass die Darstellung der Deutschen Wiedervereinigung zugunsten von Bildern und Objekten der 50er und 60er Jahre verschoben wurde und dass Deutsche Geschichte weitgehend parallel erzählt wird. Aber auch und besonders jenseits der Bilderrahmen macht die überarbeitete Dauerausstellung im Haus der Geschichte mindestens genau soviel Spass wie die alte -etwa der VW-Bulli aus der Flower-Power Zeit lässt das Herz von Menschen, die Jugend oder frühes Erwachsensein in den ausgehenden 60er und 70er Jahren erlebt haben, deutlich schneller schlagen.
